Château Laquirou - La Clape, France Château Laquirou - La Clape, France
Château Laquirou
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Die dreijährige Umstellungsphase ist abgeschlossen:

Ab jetzt arbeitet Laquirou kontrolliert biologisch


Blauracke (Coracias garrulus)

Das Jahr 2014 hat das Laquirou-Team mächtig auf Trab gehalten. Nicht nur mit seinen Wetterkapriolen. Sondern auch, weil wir die jetzt abgeschlossene Umstellung auf kontrolliert biologischen Anbau als besondere Verpflichtung sehen. Nach dem schwierigen Startjahr sind wir jetzt zuversichtlich: Wenn der biologische Anbau selbst in einem herausfordernden Jahr 2014 so gute Qualitäten ergibt, sind wir für die Zukunft bestens gewappnet.

Wer nördlich der Alpen wohnt, hat wohl eine spezielle Wahrnehmung des Südens. Allein schon durch den Klang von Namen wie Languedoc, Narbonne oder La Clape assoziieren wir den Duft von Rosmarin, Thymian, salzig-würzige Meeresluft und mediterrane Wärme!

Tatsächlich verzeichneten wir im Sommerhalbjahr 2014 auf Château Laquirou keine 25 Prozent der Niederschläge, die beispielsweise in Zürich fielen. Und während wir nördlich der Alpen noch im Mai froren, stieg auf der Halbinsel La Clape das Thermometer schon anfangs Frühling auf 25 Grad Celsius, sodass die Zikaden so früh wie selten zu ihren Sommerkonzerten ansetzten.

Und trotzdem: Auch im Languedoc wird 2014 als das Jahr der Wetterkapriolen in Erinnerung bleiben. Denn nach dem schlicht perfekten Frühlingsanfang folgte ein ungewöhnlich kühler Juni mit Niederschlägen, was das Rebenwachstum bremste. Registrierten wir Ende Mai noch einen dreiwöchigen Vorsprung im Vergleich zum Vegetationszyklus eines durchschnittlichen Jahres, so haben wir diesen Vorsprung im Verlaufe des Sommers wieder eingebüsst. Denn auch Juli und August waren nicht sehr sonnig und auch nicht sehr warm. Die raschen Wetter-, und Temperaturwechsel haben in ganz Frankreich, insbesondere im Süden, schwere Hagelstürme verursacht. Glücklicherweise sind unsere Rebberge davon verschont geblieben. Der schöne und sehr trockene Spätsommer bestätigte dann einmal mehr die Regel, dass es eben die Wochen vor der Ernte sind, welche die Qualität eines Jahrgangs entscheidend beeinflussen. Das stimmte uns sehr optimistisch und hat sich auch als berechtigt erwiesen. Die Erträge sind zwar klein ausgefallen, aber die Qualität des Jahrgangs 2014 ist hervorragend. Unabhängig vom Wetter wird 2014 als Schlüsseljahr in die Geschichte von Château Laquirou eingehen. Mit diesem Jahr endet nämlich die dreijährige Umstellungszeit zum kontrolliert biologischen Anbau. Die 2014er-Jahrgänge werden also die ersten Weine sein, die vollumfänglich biologisch zertifiziert in die Flaschen kommen.

Schon jetzt können wir ein sehr positives Fazit über die neue Bewirtschaftungsweise ziehen. Mit weniger als 500 Millimeter Niederschlag pro Jahr und Quadratmeter sowie häufigem Wind sind die Bedingungen auf Château Laquirou ideal für den biologischen Anbau. Die Gefahr von Pilzerkrankungen oder Fäulnis ist vergleichsweise gering. Der entscheidende Faktor ist aber, dass die Reben von Laquirou isoliert von anderen Kulturen in einer intakten, mediterranen Garrigue- Landschaft mit Thymian, Lavendel, Wacholder, Salbei, Ginster und anderen Pflanzen wachsen. Diese vielfältige Flora und Fauna ist die Basis für ein komplexes, sich selbst regelndes Ökosystem, in dem Nützlinge die Schädlinge weitgehend in Schach halten und für ein natürliches Gleichgewicht sorgen. Darüber hinaus sind wir überzeugt, dass der kontrolliert biologische Anbau auch die Qualität unserer Weine nochmals verbessert hat. So haben wir schon während des Umstellungsprozesses festgestellt, dass die Laquirou-Weine an individuellem Ausdruck dazugewonnen haben.

Ihre Erika Hug und Eckard Harke-Hug
Erika Hug Harke und Eckard Harke-Hug


Biowein +


Château Laquirou setzt ganz auf die in La Clape alteingesessenen Sorten wie Grenache, Carignan, Mourvèdre oder Bourboulenc.

Die biologische Bewirtschaftung erfreut sich bei europäischen Winzern zunehmender Beliebtheit. Europas Weinberge werden immer grüner. Die Anbaufläche hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht und beträgt heute rund 230'000 Hektar oder 5,3 Prozent der Gesamtproduktion. Spitzenreiter ist Österreich. Rund zehn Prozent der Fläche werden im Lande des Grünen Veltliners biologisch bearbeitet. Dahinter folgen Frankreich, Spanien und Italien. Die Schweiz hinkt nach. Die helvetische Bio-Anbaufläche umfasst knapp 400 Hektaren, was nur gerade 2,5 Prozent der gesamten Rebfläche entspricht.

Zur stetig wachsenden Bio-Anbaufläche in Frankreich trägt in diesem Jahr nun also auch Château Laquirou seinen Teil bei. Die 40 Hektar, die wir kontrolliert biologisch bewirtschaften, machen immerhin fünf Prozent der kleinen, aber feinen Appellation La Clape aus, in der sich unser Weingut befindet.

Den Nachweis dafür, dass die Laquirou-Crus nun kontrolliert biologisch angebaut werden, finden Sie auf dem Rücketikett einer jeden Flasche, wo ab sofort das Logo der französischen Kontrollstelle "AB" (für "Agriculture Biologique") sowie das EU-Bio-Siegel zu finden sind.

 

Mehr ganzheitlicher Genuss


Seit 1901 eine Institution in Narbonne:
Die Markthalle im Zentrum.

Wer Château Laquirou besucht, tritt in eine vielfältige, sinnliche Genusswelt ein. Schon auf dem Château selber gibt es nicht nur charaktervolle Cuvées aus alteingesessenen Sorten zu entdecken, faszinierend ist auch ein Spaziergang durch den nach klassischfranzösischem Konzept angelegten Schaugarten mit mediterranen Rebsor ten und Heilkräutern. Am nahen Strand von Gruissan etwa gibt es frische Austern (La Perle Gruissanaise). Und in der Markthalle von Narbonne ist der ganze kulinarische Reichtum versammelt, den das Meer und die Erde des Languedoc hervorbringen. Zudem sind in letzter Zeit verschiedene neue Wander- und Velowege eröffnet worden. Die "Voie Verte" beispielsweise folgt der ehemaligen Bahntrasse am Ufer des Canal du Midi von Capestang nach Cruzy durch die Dörfer Puisserguier, Creissan und Quarante. Der Weg führt durch Rebberge, Pinienwälder, Olivenhaine und Garrigue-Strauchlandschaften.

 

 

 

 

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