Château Laquirou - La Clape, France Château Laquirou - La Clape, France
Château Laquirou
Chateau Laquirou
Weingut
News
Weine
Bestellungen
Publikationen
Rezepte
Medaillen
Kontakt
Links
Zum Anfang

Im Keller

Gelungener Balanceakt zwischen Kraft und Finesse …

Eigenständige Traubensorten verlangen auch eigenständige Vini – fi kationsmethoden», sagt David Amiel, der Gutsverwalter auf Château Laquirou. Er muss es wissen, denn schon sein Grossvater und sein Vater kelterten Wein in der Region von Narbonne. David ist ein «Languedocien» wie aus dem Bilderbuch. Dazu gehört auch, dass er Rugby spielte, einige Jahre sogar auf nationalem Niveau.

«Was wir auf Château Laquirou anstreben, ist eine Symbiose aus mediterranem Charme und Finesse. Denn unsere Weine sollen anregen und nicht müde machen», sagt David Amiel. Er hält wenig von dem auch im Languedoc um sich greifenden Trend zu immer üppigeren Weinen. Vor allem bei den beiden roten Paradesorten Grenache und Carignan sei viel Fingerspitzengefühl gefragt, betont er. «Wird die Maische zu stark extrahiert, verlieren die Weine schnell ihre einnehmende Frucht und wirken bitter und hart im Abgang.» Um den roten Cuvées genügend frische Frucht zu verleihen, setzt David Amiel eine altbewährte Methode ein. Er lässt bis 20 Prozent der Syrah- und Carignan-Trauben nach dem Prinzip der «Macération carbonique » (Kohlensäuremaischung) vergären. Die so entstehenden, beerig-bekömmlichen Grundweine dienen dann zum «Auffrischen» jener Par tien, die eine klassische, oft bis zu einem Monat dauernde Maischegärung durchlaufen. Um ein Optimum an Farbe, Frucht und Gerbstoff aus den Traubenschalen zu lösen, werden Techniken wie «Macération préfermentaire à froid» (vor allem beim Syrah), aber auch «Pigage», «Remontage » und «Délestage» eingesetzt. Der Ausbau erfolgt sowohl in Inoxtanks, als auch in Barriques aus französischer Eiche, wobei das kleine Eichenholzfass stets zurückhaltend eingesetzt wird.

Obwohl auf Château Laquirou die roten Sorten mit einem Anteil von 70 Prozent dominieren, überzeugen die weissen Gewächse genauso. Dank der hochwertigen Sorte Bourboulenc, die das Rückgrat der weissen Laquirou-Crus bilden, zeigen diese eine knackige Frische, wie man sie in den Weissweinen aus dem südlichen Frankreich selten findet.

 

 

 

 

Chateau Laquirou
Bilder aus dem Weingut Château Laquirou
Strenge Selektion: Bevor die Trauben in den Keller gelangen, werden sie auf dem Sortiertisch nochmals minutiös kontrolliert.

Die Mazerations-Techniken
Um aus den alteingesessenen roten Sorten von La Clape ein Maximum an positiven Inhaltsstoffen zu extrahieren, werden auf Château Laquirou im Gärstadium folgende Techniken eingesetzt:

Macération carbonique
Bei der Kohlensäuremaischung werden die ganzen Trauben unversehrt in den Gärbehälter gegeben. Die Gärung beginnt intrazellulär in den Beeren. Mit diesem schonenden Verfahren entstehen fruchtbetonte, milde Weine.

Macération préfermentaire à froid
Die frisch eingemaischten Trauben werden im Gärbehälter stark gekühlt, damit der Saft schon Farbe, Frucht und Gerbstoff aufnehmen kann, bevor die Gärung einsetzt.

Pigage
Der durch den Kohlensäuredruck auf dem gärenden Saft schwimmende Tresterhut (bestehend aus den Traubenhäuten) wird regelmässig, manuell oder mechanisch (durch Stangen oder Pedale) in den Most getaucht.

Remontage
Der auf dem gärenden Saft schwimmende Tresterhut wird durch Überpumpen des Mostes regelmässig benetzt und untergetaucht.

Délestage
Der Most wird vollständig aus dem Gärbehältnis abgezogen und dann von Neuem über den am Boden des Tanks zurückgebliebenen Tresterhut gepumpt.

 

  Chateau Laquirou Chateau Laquirou Chateau Laquirou